Hej, schön dass du hier bist. Wir haben ein neues DIY für dich:
[enthält Werbung] Wir möchten dir zeigen, wie einfach sich Hyazinthen mit Wachs überziehen und für eine schöne Frühlingsdeko verwenden lassen. Außerdem haben wir noch eine schnelle Deko-Variante ohne Wachs für dich.
Wenn die ersten Hyazinthen im Handel auftauchen, steigt bei uns die Vorfreude auf den Frühling. Sie gehören für uns zu den ersten Blumen, die wieder Farbe, Frische und diesen typischen Frühlingsduft ins Haus bringen.
Vor einigen Jahren haben wir angefangen, Hyazinthenzwiebeln mit Wachs zu überziehen und sie anschließend auf einem Moosbett in Gläsern zu arrangieren. Die Kombination aus der gewachsten Zwiebel und der frischen Blüte wirkt schlicht und gleichzeitig sehr besonders. Inzwischen gibt es neben dieser klassischen Methode auch einen neuen, unkomplizierten Trend: Die Zwiebel wird einfach mit einem Luftballon überzogen. Optisch ist der Effekt dem Wachs ähnlich, der Aufwand aber deutlich geringer.
In diesem Jahr haben wir außerdem noch etwas spannendes Neues ausprobiert und die Hyazinthen mit Wasser und einer Wachsschicht kombiniert, die wie eine zarte Schneedecke auf der Oberfläche liegt. In diesem Beitrag stellen wir alle drei Varianten vor.
Hyazinthen in Wachs
Gewachste Hyazinthen sind so schöne zarte erste Frühlingsboten. Sie wirken gleichzeitig modern, reduziert und sehr natürlich. Besonders schön kommen die Hyazinthen in Glasgefäßen oder schlichten Schalen zur Geltung. Auch mit mehreren Gläsern in unterschiedlichen Höhen oder in Kombination mit Moos, Zweigen oder Kerzen entstehen tolle Frühlingsdekorationen, die sich ganz einfach selbst gestalten lassen.
Wie es geht und was du dafür brauchst, möchten wir dir hier zeigen.
Hyazinthen in Wachs - das brauchst du dafür
Hier sind die Materialien für alle drei Varianten aufgelistet. Welche du davon brauchst, hängt davon ab, welche der drei Varianten du machen möchtest. Lies dazu bitte die Beschreibung.
- vorgetriebene Hyazinthenzwiebeln (ohne Topf, ohne Erde)
Wachspastillen * oder Kerzenreste
- Optional Kerzenfarbe * oder farbige Kerzenreste zum Einfärben des Wachses
Gefäße zum Schmelzen im Wasserbad oder einen elektrischen Schmelztopf *
- ein Gefäß zum Eintauchen der Hyazinthenzwiebel in das Wachs
- ein Glas zum Dekorieren
- Aqua Pearls *
- optional: Moos zum Dekorieren
- Luftballon
- Schaschlikstäbchen und Gummibänder
1. Der Klassiker: Hyazinthen mit Wachs überziehen
Das Wachsen von Hyazinthenzwiebeln ist der Klassiker und seit einigen Jahren ein fester Bestandteil unserer Frühlingsdeko. Dabei wird das Wachs im Wasserbad oder einem elektrischen Schmelztopf geschmolzen. Die Zwiebel wird mehrfach in das flüssige Wachs getaucht und damit vollständig ummantelt. Du kannst die Hyazinthe in Wachs allein stellen, im Glas oder als Gruppe dekorieren, sie ist einfach immer ein wunderschöner Blickfang.
Wir gehen in diesem Blogbeitrag nicht genauer auf das Schmelzen des Wachses im Wasserbad oder mit dem elektrischen Schmelztopf ein. Wenn du dazu gerne mehr Infos möchtest, schau gerne mal in diesen Beitrag. Dort haben wir es beschrieben.
So funktioniert das Wachsen der Hyazinthen - Schritt für Schritt:
- Hyazinthen werden üblicherweise im Topf mit Erde verkauft. Deshalb entfernen wir im ersten Schritt den Topf und befreien die Wurzeln und die Zwiebel der Hyazinthe von der Blumenerde.
- Anschließend stellen wir die Hyazinthe für einige Zeit ins Wasser, so dass die Pflanze noch einmal gut Wasser aufnehmen kann.
- Kurz vor dem Wachsen der Zwiebel werden die Wurzeln vorsichtig entfernt.
- Die Oberfläche der Zwiebel sollte beim Wachsen trocken sein, damit das Wachs gut hält.
- Das Wachs wird im Schmelztopf oder im Wasserbad erhitzt bis es vollständig geschmolzen ist. Wenn du magst, kannst du das Wachs mit Kerzenfarbe einfärben. Wir haben ein paar Tropfen rote Kerzenfarbe verwendet, um die rosa Wachsfarbe zu erhalten.
- Frisch geschmolzenes Wachs ist meist zu heiß. Lass es auf etwa 45 bis 50 Grad abkühlen, damit die Hyazinthe keinen Schaden nimmt.
- Anschließend wird die Zwiebel vorsichtig in das flüssige Wachs getaucht, damit sich eine dünne Schicht Wachs um die Zwiebel bildet. Nach jeder Schicht sollte das Wachs kurz aushärten, bevor eine weitere Schicht folgt.
- Dieser Vorgang wird wiederholt, bis die Zwiebel vollständig bedeckt ist.
Lass das Wachs zum Schluss abkühlen und aushärten, dann ist die Zwiebel bereit für ihren Platz in deiner Frühlingsdekoration.
2. Der neue Trend: Hyazinthen mit Luftballon dekorieren
Eine deutlich einfachere und schnellere Alternative ist das Überziehen der Hyazinthen-Zwiebel mit einem Luftballon. Dieser ersetzt die Wachsschicht. Wenn die Hyazinthe in die Frühlingsdeko integriert ist, fällt der Unterschied zur gewachsten Variante optisch kaum auf. Die Oberfläche wirkt glatt, geschlossen und modern, ganz ohne Wachs und mit minimalem Zeitaufwand.
So funktioniert die Luftballon-Methode
- Wie beim Wachsen der Zwiebel entfernst du erstmal den Topf und die Erde, wässerst die Pflanze noch einmal und entfernst zuletzt die Wurzeln der Hyazinthe.
- Vom Luftballon wird zunächst das Mundstück abgeschnitten. Anschließend wird der Ballon vorsichtig über die Hyazinthenzwiebel gezogen, sodass diese komplett umhüllt ist. Der Ballon schmiegt sich eng an die Oberfläche an.
- Je nach Ballonfarbe lässt sich ein ganz individuelles Aussehen erzielen. Weiße Ballons sind den gewachsten Zwiebeln besonders ähnlich, aber auch mit farbigen Ballons lassen sich passend zur Frühlingsdeko interessante Effekte erzielen.
3. Eine kreative dritte Variante: Hyazinthen unter einer "Schneedecke" aus Wachs
Neben der klassischen Wachsmethode und dem Überziehen mit einem Luftballon haben wir noch eine weitere spannende Variante ausprobiert: Die Hyazinthe bekommt dabei etwas Wasser und darüber eine Wachsschicht, die wie eine zarte Schneedecke auf der Oberfläche liegt. Unser erster Versuch hat uns allerdings noch nicht glücklich gemacht, deshalb lies unbedingt bis zum Ende, wie wir es letztendlich gemacht haben.
Die Hyazinthe haben wir zunächst wieder vom Topf und der Erde befreit, die Wurzeln bleiben jedoch erhalten. Dann haben wir etwas Wasser in ein Glas gefüllt und dort die Hyazinthe hineingesetzt, sodass die Wurzeln im Wasser sind. Die Wasseroberfläche haben wir anschließend ganz vorsichtig mit flüssigem Wachs übergossen. Sobald das Wachs aushärtet, entsteht der Eindruck einer geschlossenen, weißen Oberfläche, die wie gefrorenes Wasser oder Schnee aussieht.
Beim ersten Versuch sank die Hyazinthe allerdings zu weit ins Wasser ab, sodass die Zwiebel nicht mehr schön oberhalb der Wachsfläche lag. Optisch war das Ergebnis dadurch noch nicht so stimmig.
Beim zweiten Versuch kam deshalb eine zusätzliche Unterstützung zum Einsatz: Aqua Pearls. Das sind kleine Gelkügelchen, die nicht mehr zu sehen sind, wenn sie mit Wasser übergossen werden. Zuerst haben wir nun die vorgequollenen Aqua Pearls in das Glas gefüllt. Darauf haben wir die Hyazinthe so eingesetzt, dass die Wurzeln zwischen den Perlen liegen, die Zwiebel selbst aber oberhalb bleibt. Damit die Hyazinthen nicht doch noch absacken, haben wir sie vorübergehend mit einer Konstruktion aus Schaschlikstäbchen und Gummibändern fixiert. Anschließend haben wir vorsichtig Wasser aufgefüllt und zuletzt eine dünne Schicht Wachs auf die Oberfläche gegossen.
Durch die Aqua Pearls bleibt die Hyazinthenzwiebel stabil über dem Wasser und dem Wachs, während die Wurzeln weiterhin Feuchtigkeit aufnehmen können. Dieses Ergebnis gefällt uns deutlich besser. Die klare Glasform und die Hyazinthen in einer „Schneedecke“ ergeben zusammen eine wunderschöne winterlich-frühlingshafte Dekoration.
Hyazinthen und Wachs: Das solltest du auch noch wissen
Damit die Hyazinthen beim Wachsen keinen Schaden nehmen und trotz unserer „Behandlung“ noch blühen, ist die Temperatur des Wachses entscheidend, weil Pflanzen natürlich empfindlich auf starke Hitze reagieren.
Die optimale Wachstemperatur beträgt 45–50 °C. Da frisch geschmolzenes Kerzenwachs in der Regel viel heißer ist, solltest du das Wachs unbedingt erst einmal abkühlen lassen. Handwarmes, flüssiges Wachs ist ideal.
Gewachste Hyazinthen ohne Erde brauchen keine zusätzliche Pflege und müssen nicht gegossen werden. Die Zwiebel enthält alle nötigen Nährstoffe, die die Pflanze für die Blüte benötigt. Gib ihnen einfach einen hellen Platz in deiner Frühlingsdeko.
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Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Kreativsein, liebe Grüße
Susanne und Christina